Insider-Trades bei der Deutsche Bank AG

Das größte deutsche Geldinstitut fiel in den vergangenen Jahren regelmäßig mit einer beachtlichen Anzahl an Insider Trades auf. Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes traten also im Vergleich zu anderen Aktiengesellschaften häufig mit Directors‘ Dealings in Erscheinung.

Zuletzt ließen zwei Insider Trades der Aufsichtsratsmitglieder Mayree Clark und John Thain die Aktionäre im Juli 2018 aufhorchen. Während Clark für rund 250.000 Euro ein Aktienpaket erwarb, schlug sein Kollege Thain, der erst seit April 2018 im Aufsichtsrat der Bank ist, sogar mit über einer Million Euro (Kurs: 10,51 Euro) zu. Trotz dieser Insider Trades in beachtlicher Höhe zeigte sich der Aktienkurs davon vergleichsweise unbeeindruckt.

In der jüngeren Vergangenheit fielen zudem die Vorstandsmitglieder James von Moltke, Frank Strauss, Werner Steinmueller, Garth Ritchie, Stuart Lewis sowie Frank Kuhnke als „sonstige Führungsperson“ mit Directors‘ Dealings auf.

Historisch gehörte die Kauforder vom ehemaligen Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain zu den finanziell bedeutsamsten Insider Trades. Im Juni 2014 erwarb Jain zum Kurs von 22,50 Euro exakt 170.912 Aktien (Gesamtvolumen: ca. 3,85 Millionen Euro). Zuvor verkaufte er im September 2010 über 345.000 Deutsche Bank-Aktien zu einem Bruchteil des Kurswertes (3,52 Euro).

Erwähnenswert ist zudem der Insider Trade aus dem Jahr 2013 von Alan Cloete, einem Ex-Manager des Unternehmens. Damals stieß Cloete knapp 77.000 Aktien zum Kurs von 35,70 Euro ab (Gesamtvolumen: ca. 2,75 Millionen Euro).

Dividendenausschüttung bei der Deutsche Bank AG

Trotz mehrerer Krisen in der zurückliegenden Zeit zahlt das Frankfurter Geldhaus seinen Aktionären fast durchgängig eine Dividende. Das Jahr 2015 war das einzige Jahr in den vergangenen 20 Jahren, in denen die Deutsche Bank auf eine Dividendenausschüttung verzichtete. Zuletzt betrug die Ausschüttung 0,11 Euro pro Aktie (2017). Die Dividendenrendite lag hier bei 0,69%.

Auffällig ist die „Dividendenmentalität“ des Unternehmens deswegen, da trotz mehrerer Jahresverluste in Folge auf eine Ausschüttung der Dividende bislang mit nur einer Ausnahme nicht verzichtet wurde.

Die höchste Dividendenrendite konnten Aktionäre mit 5,03% im Jahr 2007 erwirtschaften. Seit der Nullrunde im Jahr 2015 hat die Dividendenrendite jedoch einen deutlichen Einbruch erfahren (2016: 1,23%, 2017: 0,69%). Zuvor schwankte die Dividendenrendite in den Jahren 2008 bis 2014 fast immer zwischen 2 und 3%.

Für die kommenden Jahre wird wieder mit einer steigenden Rendite gerechnet. So wird für 2018 aktuell eine Dividendenrendite von rund 1,5% und für 2019 sogar von über 3% vorausgesagt.

Historische Dividendenrenditen der Deutsche Bank AG:

  • 2015: 0,00%
  • 2016: 1,23%
  • 2017: 0,69%

KGV der Deutsche Bank AG im Überblick

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Deutschen Bank AG unterlag in den zurückliegenden Jahren verhältnismäßig großen Schwankungen. Während die wichtige KGV-Kennzahl im Jahr 2011 noch bei 6,61 lag, stieg sie im darauffolgenden Jahr auf 131,81 an. In den kommenden Jahren stabilisierte sich der Wert dann zunächst auf 51,76 (2013) bzw. 18,64 (2014).

Für die Jahre 2015 bis 2017 liegt aufgrund der Tatsache, dass hier jeweils ein negativer Jahresüberschuss verzeichnet wurde, kein KGV-Wert vor. Im Jahr 2020 soll das Kurs-Gewinn-Verhältnis aktuellen Prognosen zufolge einen Wert von 8,23 erreichen.

Historische KGV der Deutsche Bank AG:

  • 2012: 131,81
  • 2013: 51,76
  • 2014: 18,64
  • 2015, 2016, 2017: – (kein KGV-Wert, da negativer Jahresüberschuss)

Insider Trades Deutsche Bank AG - Zusammenfassung:

Gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter und der Bilanzsumme ist die Deutsche Bank AG mit Sitz in Frankfurt am Main (Hessen) das größte Kreditinstitut in Deutschland. Im Vergleich zu anderen Aktiengesellschaften wickelten die Insider des Frankfurter Geldhauses in den vergangenen Jahren übermäßig viele Directors‘ Dealings ab.

Im Jahr 2018 ließen vor allem zwei Insider Trades von Mitgliedern des Aufsichtsrates mit einem Gesamtvolumen von rund 1,25 Millionen Euro die Aktionäre aufhorchen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als wichtige Kennzahl der Fundamentalanalyse unterlag bei der Deutschen Bank AG unter anderem wegen des dritten Jahresverlustes in Folge größeren Schwankungen.

Trotz dessen verzichtete die Deutsche Bank AG in den zurückliegenden 20 Jahren nur ein einziges Mal, nämlich 2015, darauf, seinen Aktionären eine Dividende auszuschütten. Zuletzt betrug die Dividendenrendite 2017 exakt 0,69% (0,11 Euro pro Aktie) – Tendenz steigend.

Deutsche Bank AG Aktie

ISIN: DE0005140008
WKN: 514000

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