Insider-Trades bei der ThyssenKrupp AG

Nachdem es mit Blick auf die Insider Trades beim nordrhein-westfälischen Industriekonzern über viele Jahre über ruhig war, gab es nun zum Ende des Jahres 2018 gleich mehrere Directors‘ Dealings festzustellen. Das Transaktionsvolumen der drei Insider Trades betrug dabei zwischen 100.000 und 300.000 Euro. Durchgeführt wurden diese Kaufvorgänge vom Vorstandsvorsitzenden Guido Kerkhoff sowie von den Vorstandsmitgliedern Oliver Burkhard und Dr. Donatus Kaufmann jeweils am 22. November 2018.

Unter Außerachtlassung dieser drei Kaufvorgänge gab es bei der ThyssenKrupp AG seit Juli 2012 überhaupt keine Insider Trades. Die Zeiten, in denen es pro Jahr zumindest eine niedrige zweistellige Anzahl an Insider Trades gab, waren vor allem 2007 bzw. 2008 und sind damit schon lange vorbei. Doch die Tatsache, dass es aktuell gleich mehrere Insider Trades gab, lässt vermuten, dass die Relevanz des Themas in nächster Zeit wieder zunehmen könnte.

Dividendenausschüttung bei der ThyssenKrupp AG

Ein Blick auf den Dividendenkalender der vergangenen 20 Jahre verrät, dass das Dividendenniveau seit 1999 fast durchgängig abnimmt. Die höchste Dividendenrendite wurde dabei mit 6,18% im Jahr 2008 erwirtschaftet. In den Jahren 2012 und 2013 verzichtete man hingegen komplett auf eine Ausschüttung an die Aktionäre.

Zuletzt betrug die Dividendenrendite im Jahr 2017 nur 0,60%. Immerhin gehen Analysten für die kommenden Jahre wieder von einem steigenden Renditeniveau aus.

Die Gesamtentwicklung spricht allerdings für sich: Zwischen 1999 und 2008 lag die jährliche Dividendenrendite zumeist bei 3 bis 6%. Mittlerweile hat sich die Dividendenattraktivität deutlich verschlechtert. Zwischen 2009 und 2017 betrug die Dividendenrendite im Schnitt nur etwa 1%. Die nächste Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG ist für den 1. Februar 2019 geplant.

Historische Dividendenrenditen der ThyssenKrupp AG:

  • 2015: 0,96%
  • 2016: 0,71%
  • 2017: 0,60%

KGV der ThyssenKrupp AG im Überblick

Im Vergleich zu anderen DAX-Konzernen unterliegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei der ThyssenKrupp AG in den letzten Jahren erheblichen Schwankungen.

In vielen Geschäftsjahren der jüngeren Vergangenheit erwirtschaftete der Industriekonzern einen negativen Jahresüberschuss, was wiederum zur Folge hatte, dass in diesen Jahren kein KGV-Wert angegeben werden kann. Dies war zuletzt in den Jahren 2009, 2011, 2012, 2013 und 2017 der Fall.

In den übrigen Jahren waren zudem überdurchschnittlich starke Schwankungen festzustellen. Zwischen 2010 und 2016 schwankte das KGV zwischen 13,50 (2010) und 415,40 (2014).

Historische KGV der ThyssenKrupp AG:

  • 2015: 27,50
  • 2016: 40,80
  • 2017: – (kein KGV-Wert, da negativer Jahresüberschuss)

Insider Trades ThyssenKrupp AG - Zusammenfassung:

Die ThyssenKrupp AG mit Sitz in Essen (Nordrhein-Westfalen) ist ein Industriekonzern mit Schwerpunkt in der Stahlverarbeitung. Über viele Jahre gab es im Unternehmen keinerlei Insider Trades, die an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemeldet wurden. Im November 2018 gab es erstmalig wieder drei Directors‘ Dealings von einiger Relevanz.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) unterliegt seit mehreren Jahren überdurchschnittlich starken Schwankungen. In mehreren Jahren konnte aufgrund eines negativen Jahresüberschusses sogar überhaupt kein KGV-Wert angegeben werden – so auch im vergangenen Geschäftsjahr 2017.

Während die Dividendenrendite in früheren Jahren noch zwischen 3 und 6% pro Jahr betrug, sind es seit einiger Zeit im Durchschnitt allenfalls 1% – Tendenz leicht steigend.

ThyssenKrupp AG Aktie

ISIN: DE0007500001
WKN: 750000

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