Februar 2011: Insider kaufen kaum noch

Mit dem Monat Februar liegt ein überschaubarer Zeitraum im Insider-Handel hinter uns. Die Märkte waren von zahlreichen Unsicherheiten überschattet. Steigende Rohstoffpreise und die politischen Umwälzungen im arabischen Kulturraum scheinen die Insider beziehungsweise deren Unternehmen teilweise vor eine schwierige Zukunft zu stellen. Entsprechend fiel das Verhalten im Februar aus.

Zu den Daten
Im Februar hat sich bei den Insidern verhältnismäßig wenig getan. Die Gesamtzahl der Transaktionen liegt bei 33. Das ist ein geringer Wert. Bei der Verteilung sehen wir mit 17 Verkäufen und 16 Käufen die Kräfte nahezu im Gleichgewicht. Bei einem Blick auf das erfasste Handelsvolumen wird jedoch offenbar, dass hier die Verkaufsseite erstaunlich stark dominiert. 

Insider-Verhalten Februar 2011

Directors Dealings Insider-Verhalten Februar 2011

Die Insider verkauften Aktien im Umfang von über 50 Millionen Euro. Dem entgegen stehen vereinzelte und sehr vorsichtige Käufe von lediglich 1,5 Millionen Euro. Hier liegt die größte Auffälligkeit des Monats. Die Insider kaufen kaum noch. Wenn sie es doch tun, dann fallen die Positionen sehr gering aus. Es ist kaum neues Volumen seitens der Insider in den Markt getreten. 

Insider kontra Gesamtmarkt
Hinsichtlich der weiter steigenden Kurse am Aktienmarkt mag dies ein wenig verwundern. Kürzlich gab es zwar eine leichte Delle im Aufwärtstrend des DAX (DAX30 Insidertrades) und viele rechneten bereits mit einer länger währenden Korrektur, doch bis auf eine schwache Handelswoche scheint es nichts gewesen zu sein. Aktuell befinden sich deutsche Aktien und Indizes wieder überwiegend im grünen Bereich und steigen.

Sie müssen stets berücksichtigen, dass Insider in ihrer Strategie langfristig ausgerichtet sind. Für sie zählt vor allem die zukünftige Perspektive ihrer Unternehmen. Hier spielt der Wirtschaftliche Ausblick eine große Rolle. Wir haben momentan noch einige Überflieger auf dem Schirm, bei denen die Insider nach wie vor ungebrochen Aktien zukaufen. Auf breite Sicht werden jedoch nach wie vor Aktien verkauft.

Schwieriges Umfeld
Es gilt zu beachten, dass panikartige Verkäufe deutlich anders aussehen. Wenn wir einmal zurückblicken, dann sehen wir, dass die Verkäufe alleine im Dezember über 150 Millionen Euro betrugen, also den dreifachen Wert. Wenn die Stimmung an den Märkten wirklich zu kippen droht, dann wird diese Zahl auf den Monat gerechnet bestimmt noch wesentlich höher ausfallen können.

Die Insider üben sich also in Zurückhaltung. Während sie bevorzugt weiterhin Gewinne mitnahmen, fällt die Kauf-Seite beinahe zur Gänze weg. 1,5 Millionen an Kauf-Volumen sind erschreckend wenig. Für Käufe scheint das Umfeld zu riskant. Allgemein haben sich die Insider im Februar vor allem durch Nichts-Tun ausgezeichnet - und das ist schließlich auch eine Haltung: Abwarten.

Fazit
Die neuen Zahlen zum Februar liefern ein überwiegend negatives Bild. Der IAS-Indikator wurde zum vierten Mal in Folge auf ein neues Tief gedrückt. Ausschlaggebend hierfür ist die Kauf-Seite, auf welcher die Aktivität bereits in den letzten Monaten und nun mit dem Monat Februar fast gänzlich zum erliegen kam. Es müssen sich die Umstände ändern, damit die Insider wieder zum kaufen animiert werden. Momentan halten sie sich klar bedeckt.

Untenstehend gelangen Sie zu den vergangenen Sentimentanalysen:

Insider werden vorsichtiger
Ist die Trendwende in Sicht?
Insider werden vorsichtiger!
Insider bleiben vorsichtig!
Massive Insider-Verkäufe in den USA
Insiderverkäufe sind klares Warnsignal
Erste Anzeichen einer Trendwende!
Insidertransaktionen auf niedrigem Niveau
Kaum Insidertransaktionen im September!
Nur wenige Veränderungen am Insidermarkt
Deutlicher Anstieg der Insidertransaktionen
Insider stark auf der Käuferseite!
Kein Grund zur Panik?
Gemischte Gefühle!
Insider bleiben dem Markt treu!
Gewinnmitnahmen im mittleren Umfeld
Dunkle Wolken am Horizont
Insider skeptisch - nach wie vor
Insider entziehen dem Markt über 50 Millionen Euro
Insider ziehen erneut über 100 Millionen an Kapital ab
Verkäufe dominieren geringe Umsätze
Licht am Ende des Tunnels
Kapitalmaßnahmen verzerren das Bild