Juli: Insideraktivität im Juli 2016

Die Insider kauften auch im Juli 2016 hinzu, wenn auch nicht mehr in einem hohen Volumen. Allmählich kommt aber auch bei den deutschen Insidern ein gewisses Urlaubsfeeling auf. In den Sommermonaten werden die Börsen saisonal von schwachen Handelsvolumen begleitet und das alljährliche Sommerloch macht auch vor den Kapitalmärkten nicht halt. Interessant wird es vor allem nach der Urlaubssaison: „Remember to come back in September“ – das altbekannte Sprichwort könnte ein Indiz für wieder ansteigende Insideraktivitäten im Spätsommer sein.
 

Sentiment Analyse Insiderhandel Juli 2016


Insider Trades im Juli: Starke Divergenzen zwischen Anzahl und Volumen der Trades

Insiderdaten
Die Transaktionshistorie war auch diesmal mit 55 Insider-Transaktionen im Juli 2016 recht gut gefüllt. Im Vergleich zum Vormonat sind dies aber ganze 89 Trades (siehe Insider Analyse Juni 2016) weniger. Die Insider Käufe summierten sich im Juli auf 41 im Gegenzug zu 14 Insiderverkäufen.

Volumen
Ganz im Gegensatz zu den eher niedrigen Anzahl an Insiderdeals ist das Volumen auf den ersten Blick gewaltig: 496.807.221,35 Euro wurden im Juli 2016 durch Insider bewegt. Insgesamt wurden nur knapp 24 Millionen Euro von Insidern hinzugekauft. Ganze 472 Millionen sind auf Insiderverkäufe zurückzuführen.

Den größten Insiderkauf darf die TUI AG verzeichnen. Es wurden in einer Transaktion gleich 5 Millionen Euro in Wertpapiere des britischen Konzerns investiert. Die Sungrebe Investments Limited kaufte später nochmals Aktien im Wert von 4 Millionen Euro nach. Anscheinend könnte TUI in dieser Urlaubssaison auf mehr Umsatz und Gewinn hoffen. Trotz der anhaltenden Krisenstimmung in manchen beliebten Reiseländern.

Den größten Insiderverkauf im Juli 2016 hat es in sich: Für 470 Millionen Euro hat die SWOCTEM GmbH Anteilsscheine der KUKA AG verkauft. Mit dieser Entscheidung ist die Firma nicht allein: Mehrere Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglieder verkauften zeitnahe ebenfalls Aktien der KUKA AG. Hier werden natürlich deutliche Zeichen im Bezug zur Übernahme durch die chinesische MIDEA gesetzt. KUKA soll demnach eigenständig und börsennotiert bleiben. Dies missfiel anscheinend den Insidern und hinterließ bei nur etwa 4 Milliarden Euro Marktkapitalisierung Spuren im KUKA Aktienkurs.

Verteilung nach Trades
Die Anzahl der Trades bleibt ohne große Ausschläge. Rund 75 % wurden dank Director Dealings hinzugekauft. Nur 25 % entfielen hierbei auf Insider und Investoren, die sich lieber von ihren Positionen trennen wollten. Dennoch kann man hier eine nachlassende Dynamik im Insiderverhalten erkennen. Das könnte ein Anzeichen dafür sein, das die Kapitalmärkte ihre momentane Sommerrallye auslaufen lassen.

Verteilung nach Volumen
In der Verteilung nach Volumen fällt im Juli 2016 der oben genannte KUKA Insiderverkauf enorm ins Gewicht. Wenn sich ein Großinvestor dazu entschließt, Aktien im Wert von 470 Millionen Euro zu verkaufen, dann sind größere Spuren in der Statistik unumgänglich. Somit sind die Werte für den vergangenen Monat drastisch ins Negative gerutscht: Nur Knapp 5% der Transaktionen waren Zukäufe, wohingegen mehr als 95% des Volumens als Insiderverkauf zu interpretieren waren.

Unternehmen mit den höchsten Gesamtumsätzen:

1.) KUKA AG 5 Trades 472.027.735 Euro
2.) TUI AG 10 Trades 13.675.342 Euro
3.) Porsche SE 5 Trades 8.169.248 Euro
4.) ProSiebenSat.1 Media SE 7 Trades 1.034.368 Euro
5.) Münchener Rück AG 10 Trades 771.254 Euro
6.) Axel Springer AG 1 Trade 469.979 Euro
7.) STADA Arzneimittel AG 2 Trades 265.242 Euro
8.) GESCO AG 1 Trade 131.268 Euro
9.) Tele Columbus AG 1 Trade 90.528 Euro
10.) Schumag AG 6 Trades 43.329 Euro


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