März 2011: Licht am Ende des Tunnels

Zugegeben, die letzten Monate hielten sich die Insider extrem bedeckt. In einem weiter haussierenden Markt kam es stets überwiegend zu Gewinnmitnahmen oder dem Eincashen von Aktien-Boni hinein in die hohen Kurse. Käufe waren rar. Im Februar betrugen die Käufe lediglich noch drei Prozent am Gesamtvolumen des erfassten Insider-Handels. Mit dem März kehrt nun Besserung ein.

Die März-Daten
Im Monat März wurden in Summe 55 Insider-Transaktionen erfasst. Davon entfielen auf Käufe 36 Stück, auf Verkäufe die restlichen 19. Das generierte Gesamtvolumen beträgt leicht unterdurchschnittliche 55,4 Millionen Euro, daran halten mit knapp 68 Prozent jedoch wiederum die Verkäufe die Mehrheit. Die 36 erfassten Käufe brachten lediglich ein kumuliertes Volumen von knapp 18 Millionen Euro zusammen. 

Insider-Verhalten März 2011

Insider-Transaktionen: Insider-Verhalten März 2011

Der IAS-Indikator konnte hinsichtlich dieser Datenlage zwar nicht zulegen, der weitere Verfall wurde dennoch sichtbar abgebremst. Von 1.14 Index-Punkten von Januar auf Februar ging es nun lediglich weitere 0.38 Punkte weiter nach unten. Das ist eine Verlangsamung von 0.76 Punkten beziehungsweise exakt 66,6 Prozent. Setzt sich diese Entwicklung fort, dürfte sich das Bild im Laufe des Jahres weiter aufhellen.

Hintergrund
Wie den Daten bereits aus der Gesamtsicht heraus entnehmen lässt, stehen zahlreiche kleinere Käufe wenigen dicken Verkäufen gegenüber. Obwohl die Insider sich auf Käufer-Seite deutlich aktiver zeigten, fielen diese Kauf-Positionen andererseits verhaltener und selektiver aus. Das große Verkaufs-Volumen ist einmal mehr dem einen oder anderen Sondereffekt geschuldet. 

Beispielsweise wurde ein einziges Aktienpaket im Umfang von knapp 17 Millionen Euro an Kabel-Deutschland-Aktien an den Markt verkauft. Auch von der Süd-Chemie AG wurden Aktien im Umfang von fast 10 Millionen Euro abgegeben. Alleine diese beiden Transaktionen machen beinahe 70 Prozent des generierten Volumens auf Verkaufs-Seite aus. Diese trüben das dargestellte Bild entsprechend ein.

Kauf-Laune in der Korrektur
Ansonsten sehen wir Käufe auf breiter Front, ohne dass ein bestimmter Sektor krass hervortritt. Während bis zum 11. März bereits 12 Verkäufe bei lediglich 5 Käufen erfasst wurden, Kabel Deutschland und Süd-Chemie bereits eingeschlossen, blieb der Rest des zurückliegenden Monats durchweg positiv. Hintergrund dessen waren die durch die Fukushima-Korrektur bedingten günstigeren Kurse.

Anders ist es nicht zu erklären, dass genau zu Zeiten eines schwachen DAX plötzlich zahlreiche Insider aus ihren Löchern kamen und unternehmenseigene Aktien aufluden. Mit dem aktuellen Top-Trade von Villeroy & Boch AG wurde Ihnen bereits eines dieser spannenden Signale vorgestellt. Doch auch bei weiteren DAX-, Technologie- und Nebenwerten (Insidertrades MDAX) kam es zu Käufen. 

Fazit
Während zur Mitte des Monats die Märkte von einer regelrechten Panik heimgesucht wurden, nutzten die langfristig und strategisch denkenden Insider die Phase günstiger Kurse zum Ausbau ihrer Positionen. Sie haben also mit dem Einsetzen der Korrektur den Märkten nicht den Rücken gekehrt - wie viele kurzfristige Anleger - sondern weiter aufgeladen. Das bedeutet, dass die Insider der Zukunft optimistisch entgegen blicken!

Untenstehend gelangen Sie zu den vergangenen Sentimentanalysen:

Insider werden vorsichtiger
Ist die Trendwende in Sicht?
Insider werden vorsichtiger!
Insider bleiben vorsichtig!
Massive Insider-Verkäufe in den USA
Insiderverkäufe sind klares Warnsignal
Erste Anzeichen einer Trendwende!
Insidertransaktionen auf niedrigem Niveau
Kaum Insidertransaktionen im September!
Nur wenige Veränderungen am Insidermarkt
Deutlicher Anstieg der Insidertransaktionen
Insider stark auf der Käuferseite!
Kein Grund zur Panik?
Gemischte Gefühle!
Insider bleiben dem Markt treu!
Gewinnmitnahmen im mittleren Umfeld
Dunkle Wolken am Horizont
Insider skeptisch - nach wie vor
Insider entziehen dem Markt über 50 Millionen Euro
Insider ziehen erneut über 100 Millionen an Kapital ab
Verkäufe dominieren geringe Umsätze
Insider kaufen kaum noch
Kapitalmaßnahmen verzerren das Bild