Januar 2011: Verkäufe dominieren geringe Umsätze

Nach den besonders umsatzstarken Monaten November und Dezember sehen wir im Januar ein leicht verändertes Datenfeld. Die Insider hielten sich vornehm zurück, es wurden lediglich kleinere Transaktionen getätigt. Das änderte dabei jedoch wenig an der allgemeinen Haltung. Die Insider-Daten sprechen nach wie vor für die anhaltende Skepsis. Kaufstimmung sieht anders aus.

Die Zahlen zum Januar
Auf der Kaufseite agierten die Insider besonders selektiv. Die vorliegenden 18 Transaktion brachten lediglich ein Volumen von knapp über 3,5 Millionen Euro zusammen. Es gibt damit noch vereinzelt Werte, in die eingestiegen wird - diese bilden jedoch eine Ausnahme. Das einzig positive Beispiel hierbei war der Insider-Kauf bei der Beiersdorf AG zum Kurstief mit knapp einer Million Euro. Alle anderen gekauften Werte waren uns bereits aus den Vormonaten bekannt.

Insider-Analyse Januar 2011

Insider-Analyse Januar 2011

Die Verkaufsseite setzt sich aus 20 Einzeltransaktionen und einem Volumen von knapp 15 Millionen Euro zusammen. Damit lagen wir jedoch deutlich niedriger als in den Vormonaten, es ergab sich sogar der niedrigste Stand seit Juli 2010. Zwar lag auch im Januar insgesamt ein Kapitalabfluss vor - dieser fiel mit gut 10 Millionen jedoch verhältnismäßig gering aus. Auch hier herrschte also Zurückhaltung.

Interpretation
Für die Insidersentiment-Analyse lautet die zentrale Frage stets, wie sich die Masse der Insider verhält. Wie Sie anhand des Bildes schön sehen können, sind dabei vor allem die Verteilungen hinsichtlich Quantität und Volumen von Belange. Hier zeichnet sich damit auch im Januar ein klares Bild: An den aktuell weiter steigenden Notierungen am Markt haben die Insider keinen Anteil.

Die insgesamt geringen Umsätze lassen dennoch darauf schließen, dass die Insider weiterhin investiert geblieben sind. Große Kapitalabzüge wie noch in den beiden Monaten zuvor blieben diesmal aus. Die Insider scheinen derzeit abzuwarten. Dem aktuellen Aufschwung wird in seinem sehr fortgeschrittenen Stadium kein Vertrauen mehr geschenkt. Die anhaltenden Gewinnmitnahmen sprechen immer noch für breite Skepsis.

Sondereffekte
Allerdings konnten wir auch beobachten, dass die Zahlen durch Sondereffekte belastet sind. So blähten vor allem die Insider-Verkäufe bei Pfleiderer und Conergy die Verkaufsseite auf. Hier haben wir es mit zwei Unternehmen zu tun, die trotz des Aufschwunges in ernste Bedrängnis geraten sind. Das sehen Sie schon anhand der jeweiligen Kurscharts.

Diese beiden Unternehmen generierten im Januar Insider-Verkäufe (Insiderdeals) von insgesamt rund 7,4 Millionen Euro und sind damit für die Hälfte des Umsatzes verantwortlich. Sie sollten es als bedenkenswert ansehen, dass es nicht allen Unternehmen in Deutschland gut geht. Wahrscheinlich werden diese beiden auch nicht die letzten gewesen sein, die in Bedrängnis geraten. Auch dies ist also in den Januar-Zahlen enthalten.

Wie geht es weiter?
Die Januar-Daten lassen darauf schließen, dass die Insider den Markt derzeit seht zurückhaltend beobachten. Erneute Kaufimpulse sind im aktuellen Marktumfeld schwer vorstellbar. So lange der Markt jedoch weiter steigt, wird sich niemand entmutigen lassen. Nachdem die Insider jedoch schon Ende 2010 etliche Schäfchen ins Trockene brachten, sollten Sie für das Frühjahr 2011 ganz besonders auf der Hut sein. Es scheint sich da etwas anzubahnen.

Untenstehend gelangen Sie zu den vergangenen Sentimentanalysen:

Insider werden vorsichtiger
Ist die Trendwende in Sicht?
Insider werden vorsichtiger!
Insider bleiben vorsichtig!
Massive Insider-Verkäufe in den USA
Insiderverkäufe sind klares Warnsignal
Erste Anzeichen einer Trendwende!
Insidertransaktionen auf niedrigem Niveau
Kaum Insidertransaktionen im September!
Nur wenige Veränderungen am Insidermarkt
Deutlicher Anstieg der Insidertransaktionen
Insider stark auf der Käuferseite!
Kein Grund zur Panik?
Gemischte Gefühle!
Insider bleiben dem Markt treu!
Gewinnmitnahmen im mittleren Umfeld
Dunkle Wolken am Horizont
Insider skeptisch - nach wie vor
Insider entziehen dem Markt über 50 Millionen Euro
Insider ziehen erneut über 100 Millionen an Kapital ab
Insider kaufen kaum noch
Licht am Ende des Tunnels
Kapitalmaßnahmen verzerren das Bild