Insider-Trades bei der Bayer AG

Seit 2013 wurden von Insidern der Bayer AG rund 100 Insider-Trades durchgeführt. Damit gehört der Konzern aus Leverkusen zu den Aktiengesellschaften mit verhältnismäßig vielen Directors‘ Dealings. Es gilt jedoch zu bedenken, dass ein nicht unbeachtlicher Anteil der Insider-Trades unterhalb eines Volumens von 10.000 Euro angesiedelt ist. Zuletzt fiel der Pharma- und Chemiekonzern am 21. Juni 2018 mit einem Insider-Trade vom Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann auf. Er kaufte ein Aktienpaket im Wert von 400.000 Euro.

Bereits eine Woche zuvor am 14. Juni 2018 erwarb Baumann ein Aktienpaket im Wert von rund 290.000 Euro. Die übrigen rund 20 Directors‘ Dealings aus diesem Jahr gelten vergleichsweise als unbedeutsam.

Im Jahr 2016 erwarb Corinna Baumann, Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann, ein Paket aus insgesamt 15.000 Aktien mit einem Kaufvolumen von über 1,35 Millionen Euro. Im selben Jahr führte auch ihr Ehemann Werner Baumann zwei weitere Kaufvorgänge mit einem Volumen von insgesamt über 970.000 Euro durch. Ebenfalls im selben Zeitraum wickelten darüber hinaus die Mitglieder der Geschäftsleitung Dr. Hartmut Klusik, Johannes Dietsch sowie Liam Condom Insider-Käufe im Wert von rund 261.000 Euro, 261.000 Euro bzw. 244.000 Euro ab.

Weitere Insider-Trades aus der Vergangenheit spielten mit wenigen Ausnahmen kaum eine Rolle.

Dividendenausschüttung – Bayer Aktie

Wie viele andere DAX-Unternehmen überzeugt auch die Bayer AG seit Jahren mit einer attraktiven Dividendenausschüttung. Die Dividende, die pro Aktie ausgeschüttet wurde, ist seit 2009 immer weiter gestiegen. Zuletzt betrug die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 2,80 Euro pro Aktie. Insgesamt wurden 2017 über 2,31 Milliarden Euro in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die Dividendenrendite beträgt seit Jahren konstant zwischen 2 und 3%. In den Jahren 2016 und 2017 betrug diese rund 2,7%. In den Jahren zuvor konnte eine Dividendenrendite in Höhe von 2,16% (2015), 1,99% (2014), 2,06% (2013) bzw. 2,64% (2012) erreicht werden. Die höchste Dividendenrendite wurde mit 4,40% im Jahr 2002 erwirtschaftet. Die niedrigste Dividendenrendite gab es mit 1,99% im Jahr 2014.

Damit erweist sich der Konzern aus Leverkusen, der weltweit rund 100.000 Mitarbeiter beschäftigt, als zuverlässiger Dividendenzahler. Die Jahreshauptversammlung der Bayer AG findet jeweils im April oder Mai statt.

Historische Dividendenrenditen der BAYER AG:

  • 2014: 1,99%
  • 2015: 2,16%
  • 2016: 2,72%
  • 2017: 2,69%

KGV der Bayer Aktie im Überblick

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen dem Aktienkurs und dem erwirtschafteten Gewinn je Aktie. Das KGV wird berechnet, indem man den Kurs je Aktie durch den Gewinn je Aktie teilt. Grundsätzlich gilt dabei die Faustformel: Je niedriger das KGV, desto preisgünstiger ist die Aktie. Das KGV der Bayer AG sinkt seit 2014 stetig. Zuletzt lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Leverkusener Aktiengesellschaft im Jahr 2017 bei 12,40. In den Vorjahren betrug das KGV 27,30 (2014), 23,30 (2015) bzw. 18,20 (2016).

Für die kommenden Jahre wird mit einem weiter sinkenden KGV gerechnet. Im Jahr 2020 soll das KGV auf einen Wert von 9,29 gesunken sein. Da sich der Bayer-Konzern jedoch momentan nicht zuletzt wegen der umstrittenen Monsanto-Übernahme in einem Umbruch befindet, könnte die Bewertung nach der KGV-Methode an Aussagekraft verlieren.

Historische KGV der Bayer Aktie:

  • 2014: 27,30
  • 2015: 23,30
  • 2016: 18,20
  • 2017: 12,40