Insider-Trades bei der Commerzbank AG

In den vergangenen Jahren wurden von der Commerzbank AG nur wenige Insider-Trades an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemeldet. Im Jahr 2018 konnten jedoch bereits vier nennenswerte Directors‘ Dealings gezählt werden. Mitte Mai 2018 kauften die Vorstandsmitglieder Stephan Engels, Gerd-Michael Reuther, Frank Annuscheit und der Konzernchef Martin Zielke jeweils zwischen 4.000 und 4.600 Commerzbank-Aktien zum Kurs von 11,00 Euro. Das Kaufvolumen betrug also jeweils zwischen 44.000 und 50.000 Euro. Im Jahr zuvor gab es im April 2017 lediglich vier Insider-Käufe mit einem überschaubaren Volumen von jeweils etwa 17.000 Euro.

Das wohl bedeutsamste Jahr für Insider-Trades in der Geschichte der Commerzbank AG war das Jahr 2013. Hier konnten allein rund 20 Insider-Trades gezählt werden. Als herausragender Trade gilt der Kauf eines größeren Aktienpaketes vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden (bis April 2016) Martin Blessing. Er kaufte im Mai 2013 knapp 38.000 Aktien zum Kurs von 4,50 Euro, was ein Gesamtvolumen von rund 170.000 Euro ergibt.

Hierbei handelt es sich um den größten Insider-Trade der vergangenen Jahre.

Dividendenausschüttung bei der Commerzbank AG

In den vergangenen Jahren hat die Commerzbank AG bis auf eine Ausnahme keine Dividende an seine Aktionäre ausgeschüttet. Nur im Jahr 2015 fand eine Ausschüttung in Höhe von 0,20 Euro pro Aktie statt, was zum damaligen Kurs eine Dividendenrendite von 2,09% entsprach. Ansonsten hat das Frankfurter Geldinstitut seit 2008 überhaupt keine Dividende mehr gezahlt. Die historisch höchsten Dividendenrenditen konnten Aktionäre mit 4,63% (2000) bzw. 3,81% (2007) erwirtschaften.

In der Hauptversammlung 2018 teilte der Vorstandsvorsitzende Martin Zielke jedoch mit, dass man anstrebt, „für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende zu zahlen“. Aktuelle Prognosen gehen von einer Ausschüttung von 0,20 Euro pro Aktie aus, die sich in den darauffolgenden Jahren weiter auf bis zu 0,80 Euro pro Aktie im Jahr 2022 erhöhen soll.

So könnten Aktionäre unter Umständen wieder von einer attraktiven Dividendenrendite zwischen zwei und deutlich über fünf Prozent profitieren.

Historische Dividendenrenditen der Commerzbank AG:

  • 2014: 0,00%
  • 2015: 2,09%
  • 2016: 0,00%
  • 2017: 0,00%

KGV der Commerzbank AG im Überblick

Beim Kurs-Gewinn-Verhältnis (engl. Price-Earnings-Ratio, PER) wird der aktuelle Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn gesetzt. Das KGV gibt an, mit welchem Multiplikator des Jahresgewinns die Aktiengesellschaft bewertet wird. Beträgt das KGV zum Beispiel 10, dann benötigt das Unternehmen 10 Jahre, um sich sozusagen selbst kaufen zu können. Dementsprechend ist ein niedriges KGV grundsätzlich besser.

Das KGV der Commerzbank AG unterlag in den vergangenen Jahren größeren Schwankungen. Allein zwischen 2011 und 2017 schwankte die bedeutsame Kennzahl zwischen 7,24 (2011) und 1.340,66 (2012). Im vergangenen Jahr betrug das KGV 104,21 (2017). Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Wertes kann die Commerzbank-Aktie in puncto Kurs-Gewinn-Verhältnis aktuell als unattraktiv bewertet werden.

Bis 2020 soll das KGV wieder auf 8,30 sinken.

Historische KGV der Commerzbank AG:

  • 2014: 47,74
  • 2015: 10,88
  • 2016: 32,94
  • 2017: 104,21