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Interview mit Prof. Dr. Max Otte zu Insiderkäufen

Prof. Dr. Otte: „Die wissenschaftlichen Studien zu Insiderkäufen zeigen durchweg eine Outperformance von 6-10% gegenüber der Benchmark. Damit ist der positive Kurseffekt von Insiderkäufen eine der am besten belegten Effekte in der Kapitalmarktforschung.“

Insider Alarm: Welcher Zusammenhang läßt sich zwischen insider-Käufen und Ihrem Value Investing Ansatz erkennen? Worin bestehen Ihrer Meinung nach wesentliche Unterschiede zwischen Insider-Käufen und Ihrem Value Investing Ansatz?

Prof. Dr. Otte: „Insider-Käufe sind eine verhaltenswissenschaftliche Größe – sie sagen etwas über das Verhalten von gut informierten Marktteilnehmern aus. Für das Value-Investing sind sie ein Indikator, sich ein Unternehmen genauer anzuschauen.

Value-Investing ist, wie der Name schon sagt, wertorientiert. Ich kaufe ein Unternehmen dann, wenn ich den Wert belastbar ermitteln kann und die Aktie unter Wert erhalte. Insiderkäufe können auf solch unterbewertete Unternehmen hinweisen und mich dazu veranlassen, mich mit einem Unternehmen genauer zu beschäftigen. Ebenso fühle ich mich bestätigt, wenn ich eine Aktie aufgrund meiner Analysen gekauft habe und dann auch Insiderkäufe beobachten kann.“

Insider Alarm: Können Sie uns Beispiele für den erfolgreichen Einsatz des Value Investing nennen?

Prof. Dr. Otte: „Die Salzgitter-Aktie habe ich bei 11,05 Euro gekauft, als die Aktie zu ein Drittel Buchwert zu haben war. Ich habe auch bei 70 Euro wieder verkauft, weil da der faire Wert erreicht war und die Übertreibung bis 150 Euro nicht mitgemacht. Bijou Brigitte haben wir bei 34 Euro gekauft und bei 108 Euro verkauft. Als die Aktie bis auf 250 Euro stieg, sahen wir aus wie Idioten. Heute nicht mehr.“

Insider Alarm: Welche Anlagechancen sehen Sie mit Ihrer Methode in der aktuellen Marktphase?

Prof. Dr. Otte: „Extrem viele Aktien sind unterbewertet. Wenn Ralph Dommermuth 870.000 Aktien zum durchschnittlichen Kurs von 8,87 Euro kauft und ich im www.insider-alarm.de darüber lese, dann ist das schon ein Signal. Wenn die Aktie dann heute für 6,50 Euro zu haben ist, da muss man fast zugreifen. Bei Mediaset gab es bei 4,10 Euro Insiderkäufe im Wert von 30 Mio. Euro. Wenn die Aktie heute bei 3,90 Euro steht und zehn Prozent Dividende ausschüttet, ist das sehr attrakiv.“

Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Insider Alarm Tip:
Prof. Dr. Otte hat zur aktuellen Finanzkrise auch ein Buch unter dem Titel “Der Crash kommt” herausgegeben
– Prädikat: Unbedingt lesenswert!

Übernahme: E.ON könnte innogy erwerben

Die E.ON SE hat in Gesprächen mit der RWE AG eine grundlegende Einigung über den Erwerb der von RWE gehaltenen 76,8%-Beteiligung an der innogy SE erzielt. Der Erwerb würde im Rahmen eines weitreichenden Tauschs von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen erfolgen.

Insider weiterhin in Verkaufslaune

Auch im Februar 2018 übersteigt bei den Insider-Deals das Verkaufsvolumen das Kaufvolumen um ein Vielfaches. Bei der deutlichen Mehrheit der abgewickelten Insider-Transaktionen handelte es sich zwar um Kaufvorgänge, doch die Insider-Verkäufe machten deutlich über 90 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Insider verkaufen kräftig Aktien

Die Insider veräußerten im Januar 2018 viele ihrer Aktien. Die Bilanz liegt bei -330,5 Millionen Euro! Obwohl es insgesamt 55 Insiderkäufe gab, summierten sich diese lediglich auf 16,5 Millionen Eu…

Insidervolumen steigt sprunghaft an

Das Insidervolumen hat sich im vergangenen November 2017 stark erhöht. Im Vergleich zum Vormonat (siehe Insider Sentiment Analyse Oktober 2017) verdoppelte sich das Kaufvolumen nahezu von 44,5 Millionen Euro auf 87,8 Millionen Euro. Unter anderem waren vier DAX-Konzerne im Fokus der Insider.

Durchschnittliches Insidervolumen verdreifacht sich

Das durchschnittliche Volumen je Insidertransaktion hat im Oktober 2017 stark zugenommen. Während der Wert im Vormonat noch bei ca. 360.000 Euro je Insider-Trade lag (siehe Insider Sentiment Analyse September 2017), wurden im vergangenen Monat fast 955.000 Euro je registrierter Transaktion gehandelt.

Insidervolumen fällt deutlich

Das Volumen der Insidertransaktionen fiel im September 2017 deutlich zurück. Mit lediglich einem Trade mehr als noch im Vormonat (siehe Insider Sentiment Analyse August 2017) fiel das Verkaufsvolumen deutlich auf nur noch 16,5 Millionen Euro.

Mehr Insiderkäufe als Insiderverkäufe, aber Volumen trotzdem negativ

Im vergangenen August 2017 blieb die Aktivität der Insider nahezu konstant. Mit 92 registrierten Director Dealings wurden lediglich fünf Trades mehr als im Vormonat durchgeführt (siehe Insider Sentiment Analyse Juli 2017). Auch das Kauf-Verkauf-Verhältnis hält sich mit 2,29 weiterhin deutlich im Kaufbereich auf.

Sommerpause für die Insider

Im Juli 2017 zeigten sich die Insider weniger aktiv. Es wurden lediglich 87 Transaktionen durchgeführt – über 100 weniger als noch im Juni 2017 (siehe Insider Sentiment Analyse Juni 2017). Das Kauf-Verkauf-Verhältnis hält sich mit 2,48 stabil im Kaufbereich.

Insidertrades bleiben auf hohem Niveau

Im vergangenen Monat blieb die Aktivität der Insider auf hohem Niveau. Mit insgesamt 203 Transaktionen im Juni 2017, lediglich 20 weniger als im Vormonat, konnte sich das Kauf-Verkauf-Verhältnis auf 2,9 Käufe pro Insiderverkauf erhöhen. Das Volumen musste im Juni einen Rückgang verzeichnen.